Praxis

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Dr. Konstanze Baier-Heimstädt

Oberärztin der Ophthalmologischen Abteilung, Tierklinik Oberhaching

Neben den akuten, oft traumatisch bedingten Krankheitsfällen, die uns Augenspezialisten1 in der Sprechstunde vorgestellt werden, stellen die älteren Patienten einen weiteren bedeutenden Anteil des Patientenpools dar. Der Grund hierfür ist häufig der Eindruck der Besitzer, dass der Hund nach deren Aussagen nicht mehr gut sieht, dass sich die Augen farblich verändert haben oder die Tierhalter einen grauen Star als Ursache vermuten. Manche Befunde werden aber auch zufällig erhoben, wenn der Patient aufgrund eines ganz anderen Problems beim Haustierarzt vorstellig wird, wie beispielsweise das schon lange bestehende „Gerstenkorn“ am Lid. Dieser Artikel soll den in der Allgemeinpraxis tätigen Kollegen als Stütze bei der Untersuchung und Behandlung unserer älteren Patienten sowie bei der Beratung der Tierhalter dienen und beleuchtet daher einige ausgewählte Krankheitsbilder, die beim geriatrischen Patienten häufiger diagnostiziert werden.

Vanessa Vergenz

Tierärztin, Kleintierpraxis Dr. Hesse, Staufenberg

Es ist Montagmorgen und im Wartezimmer sitzt ein älteres Ehepaar mit seinem 14-jährigen Dackel. Eigentlich haben sie nur einen Termin zum Impfen in unserer Praxis ausgemacht, so wie sie es eben jedes Jahr aufs Neue tun. Doch schon beim Betreten der Praxis fällt uns auf, dass der Dackel mit seinen Hinterbeinen schwerfällig durch die Tür kommt. Mit leicht getrübtem Blick sitzt er nun vor seinen Leuten und ab und an hört man ein Husten von ihm. Daraufhin angesprochen, ob denn die Tierärztin bei der Voruntersuchung zur Impfung näher auf diese Symptome eingehen sollte, schauen die Dackelbesitzer etwas verwirrt drein. Ihnen scheint gar nicht klar zu sein, dass ihr Tier überhaupt irgendein Problem haben könnte.

Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna,
Direktor des Instituts für Parasitologie und Tropen-veterinärmedizin der tierärztlichen Fakultät der FU Berlin

Dr. Freya Fuchs, Tiermedizinerin und wissenschaftliche Redakteurin bei der vetproduction GmbH

Die Enzephalitozoonose ist eine Erkrankung, die durch den Parasiten Encephalitozoon cuniculihervorgerufen wird.

Andreas Ackenheil

Seit der Datenschutzgrundverordnung sind die Themen „Datenschutz“ und „Datensicherheit“ wieder in aller Munde. Allzu leicht sind persönliche Daten und Informationen über eine Person ermittelbar. Während sich früher Softwarespezialisten in Agentenmanier in Datenbanken „hacken“ mussten, um an die Informationen zu gelangen, ist heutzutage im Zeitalter von „Payback-Karten“ und sozialen Netzwerken wie „Facebook“ oder „Instagram“ die Datenermittlung „kinderleicht“.

Dr. Julia-Rebecca Llewellyn, Fachtierärztin für Innere Medizin der Kleintiere,
Oberärztin Innere Medizin der Tierklinik Ismaning

In der tierärztlichen Praxis begegnen uns regelmäßig Fälle mit Vergiftungen. Da die Aufnahme auf vielfältige Weise geschehen kann, vom versehentlichen Fallenlassen einer humanen Arznei, dem Fressen eines Giftköders oder durch Auftragen einer Hundearznei auf Katzen, ist nicht immer sofort klar, dass es sich bei den gezeigten Symptomen um eine Vergiftung handelt.

Andreas Ackenheil

Immer dann, wenn ein Notfall bei Hund, Katze, Maus etc. vorliegt, ist der Halter am wenigsten darauf vorbereitet. Die Angst um das geliebte Familienmitglied erfordert dringende Hilfe durch einen Tierarzt. Einen Notfall während der Tageszeit kann der Tierhalter noch bewältigen, es findet sich schnell ein helfender Tierarzt oder die Tierarztpraxis des Vertrauens hat geöffnet. Was aber, wenn der Notfall während der Nachtzeit oder an Wochenenden bzw. Feiertagen eintritt? Hier hilft der tierärztliche Notdienst.

Trotz immer besserer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten von Tierarzt-praxen zeigen Statistiken: Was die Vergütung von tierärztlichen Leistungen angeht, ist Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin ein Billigland. Mit der GOT-Änderung von 2020 wurde hier ein erster Schritt getan. Doch die höheren Preise müssen auch von den Tierhaltern bewältigt werden können, was häufig ein Problem darstellt. Ein Blick in andere Länder zeigt: Eine höhere Akzeptanz von Tierkrankenversicherungen kann dieses Problem lösen.

In der Humanmedizin ist die dendritische Zelltherapie zur Behandlung von Tumorerkrankungen schon länger bekannt. Seit 20 Jahren wird sie nun auch beim Pferd und seit 15 Jahren beim Hund und bei der Katze in der Tiermedizin eingesetzt.

 

Das Coronavirus hat von vielen Tierärzte nicht nur eine Umstellung der Praxisorganisation gefordert. Wie wirkt sich die Pandemie auf die Tierarztpraxen aus? Wir haben mit Dr. Monika Schillmeier von der Firma Vetoquinol gesprochen, die in diesem Zusammenhang eine Umfrage bei Veterinärmedizinern und Tiermedizinischen Fachangestellten in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt haben.

Manuka-Honig wird in Neuseeland aus dem Nektar der Südseemyrte gewonnen. Der sogenannte »Manuka-Effekt« beruht auf einer Eigenschaft des Aldehyds Methylglyoxal (MGO). Dieses entsteht als Stoffwechselprodukt beim Umwandeln von Zucker in Alkohol im Darm der Honigbiene.

Diese Modalität von Elektrotherapie, auch CRET (Capacitive Resistiv Electric Transfer) oder TECAR genannt, hat sich in der Tiermedizin als erfolgreich erwiesen. Es handelt sich um eine elektrische Strömung in einer fixen Frequenz von 448 kHz, die in einem geschlossenen Kreislauf durch das Gewebe fließt und verschiedene physiologische Effekte auslöst.